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Solarstrom auch Nachts mit Stromspeicher

Wenn der Photovoltaikanlagenbesitzer aus Oberviechtach in der Oberpfalz im Sommer seine Waschmaschine anstellt, zahlt er keinen Cent für den Strom. Mitte 2012 plante Dipl.-Ing. (FH) Alois Elsner bei einem Kunden einen seit 2009 erprobten Stromspeicher mit LiFePO4 Akku, der den Umweltschützer vom Stromnetz nahezu unabhängig macht. Der Fremdstrombezug im Jahr 2013 betrug nur 4,2 Prozent. Der Anteil am Eigenstrom beträgt somit 95,8 Prozent. Zusätzlich werden 12.000 kWh pro Jahr ins öffentliche Netz eingespeist.

Keinen einzigen Euro Eigenkapital investierte der Privatmann und Elektrotechnikmeister, um von Energieversorger und Strompreis unabhängig zu werden, denn die PV-Anlage und der Solarstrom-Speicher finanzieren sich selbst. „Ob sich die Investition wirtschaftlich lohnt, steht jetzt schon fest, weil die Strompreise vom Energieversorger viel schneller steigen als prognostiziert. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man eigene Ökoenergie erzeugt und selbst verbraucht und in die ständigen Preissteigerungen der Stromversorger nicht mehr involviert ist“, erläutert der Wohnhausbesitzer. „Ohne Sonnenschein komme ich zwei Tage aus der Sonnenbatterie über die Runden, ohne auch nur ein Elektron vom Netzversorger einkaufen zu müssen“ sagt der Photovoltaik- und Sonnenspeicherbesitzer und bemerkt weiter „Stromausfälle merke ich nicht mehr, da automatisch der Sonnenspeicher die komplette Hausversorgung übernimmt“.

„Am Anfang wurde ich bei meinen Arbeitskollegen für einen Spinner erklärt. Jetzt, da ich dank der genialen Idee, PV-Module als neues Balkongeländer zu installieren, mich auch im Winter nahezu selbst versorgen kann, wird mir nun von meinen Eltern erklärt, dass ich schon die richtige Entscheidung getroffen habe und werde für die Investition beneidet. Sogar meine Frau, die am Anfang dagegen war, ist nun voll begeistert von dem Stromspeicher“, sagt der Stromspeicherbesitzer.

PV-Anlage Oberviechtach

Die Wahl fiel auf eine Batteriespeicherlösung mit geringem Platzbedarf, das unter die Kellertreppe passt. Das Gerät bringt 16,8 Kilowattstunden Speicherkapazität und 11,3 kWh Nutzkapazität. Ein automatisches Batteriemanagement-System verhindert die vollständige Entladung. „Innerhalb von 20 Jahren nimmt die Kapazität der Batterie bei richtiger Handhabung nur um etwa ein Fünftel ab“, so der Hersteller.

Erzeugt die PV-Anlage des Einfamilienhauses etwa in der Mittagszeit mehr Strom als verbraucht wird, speist das System Überschüssiges in die Sonnenbatterie ein. Ist diese voll, geht der Solarstrom ins allgemeine Stromnetz. Andersherum verbrauchen Geräte, wenn die Sonne nicht scheint, zuerst den selbst gespeicherten Strom. Erst wenn die Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie leer ist und die Sonne nicht scheint, wird Strom vom Anbieter bezogen.

Die Entscheidung fiel zu Gunsten dem empfohlenem Energiekonzept von Herrn Alois Elsner, der in der Oberpfalz ein PV Gutachter- und Ingenieurbüro führt, auch wegen der umfangreichen Beratung und weil das System die beste Anlage für den Einzelfall ist. Der Spezialist für PV-Komponenten legt Wert auf langlebige Stromspeichersysteme, vor allem deutscher Fabrikate. Er kennt den Stromspeichermarkt sehr genau und kann in jedem Fall die Stärken und Schwächen einzelner Produkte aufzeigen.

„10 Monate lang, von Februar bis November bin ich überhaupt nicht auf fremden Strom angewiesen und entlaste dabei das Stromnetz“, sagt der stolze Besitzer. Denn wenn Energie dort verbraucht wird, wo sie entsteht, sind neue Hochspannungstrassen und Off-Shore-Windräder überflüssig.

„Als nächstes plane ich die Investition in ein eigenes Kleinwindrad, weil oft der Wind weht, wenn die Sonne nicht scheint.  Wichtig ist mir dabei, dass das Windrad bereits bei wenig Wind Strom produziert. Damit bin ich auch im Winter unabhängig und kann mir nochmals die Hälfte des Fremdstrombezugs einsparen. Der zufriedene Stromerzeuger meint mit einem Lächeln: „Ein Sportwagen ist teurer und viel schlechter für die Umwelt. Spaß habe ich an meiner Photovoltaikanlage und meiner Batterie für meinen Solarstrom aber genauso viel. Und wahrscheinlich fahre ich bald in einem mit eigenem Strom betankten Elektroauto. Mit den jährlichen 12.000 Kilowattstunden Überschußstrom der momentan ins Netz verkauft wird könnte ich 75.000 Kilometer weit fahren. Die Steckdose in meiner Garage wartet schon.“

Autor:
© Alois Elsner

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