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Rezo, Fridays for future und die Initiative neue soziale Marktwirtschaft

Gastkommentar von Tina Ternus |10. September 2019

Dieser Artikel ist meiner Tochter gewidmet. Ihrer Generation und aller zukünftigen #HowDareYou!

Ich bitte jeden Leser und jede Leserin, jede Mama, jeden Papa, jede Oma, Opa oder Jugendlichen, mitzuhelfen, diese Hintergrund-Infos max. weit zu verbreiten. Und insbesondere die FFF-Gruppen darauf aufmerksam zu machen, damit sie nicht auf die schon so oft angewandten Lobbymethoden der fossilen Wirtschaft herein fallen. DANKE.

The change is coming, whether you like it or not!

Es ist schon einige Monate her, als Rezo mit seinem Video „die Zerstörung der CDU“ für erheblichen Wirbel sorgte. Das Video hat mittlerweile mehr als 15,8 Mio. Aufrufe und hatte selbst das Ergebnis der Europawahl beeinflusst. Es hat offensichtlich einen Nerv getroffen und das Bauchgefühl einer ganzen Generation zum Ausdruck gebracht. Rezos Video behandelt viele Themen, hatte aber als Schwerpunkt das, was seit Monaten und auch in den Schulferien haufenweise junge Menschen auf die Straße getrieben hat: die Angst vor einer zerstörten Zukunft aufgrund der Folgen des Klimawandels und der Wut darüber, dass nur geredet, aber nicht gehandelt wird. Ohne die Fridays-for-future-Bewegung wäre das Rezo-Video niemals auf so viel Interesse gestoßen und wäre niemals so viral gegangen. Was sind die Folgen des Rezo-Videos?

Zum einen werden sich Lobbyagenturen in Zukunft verstärkt der YouTube-Szene widmen und ihre Einflussnahme, die ohnehin bereits im Internet zu beobachten ist, auch auf dieses Medium ausweiten. Zum Zweiten war abzusehen, dass deutsche Großkonzerne und deren Wirtschaftsverbände der Wucht der Fridays-for-future-Bewegung oder der erstaunlichen Verbreitung von Rezos Video nicht tatenlos zusehen. Seit Ende Juni hatte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft eine neue Themenkampagne begonnen: „Klimaschutz“. Am 27.06.2019 verkündete sie auf ihrer Facebook-Seite:

„Seit der Europawahl ist klar: Der Klimawandel ist in der Mitte der politischen Debatte angekommen. Aber zwischen Klimazielen und Emissionshandel befinden sich vielzählige weitere komplexe Themen. Wir wollen mit unserer Faktensammlung Klarheit schaffen.“

Die Fridays-for-future-Jugend hatte im Rahmen ihrer Freitagsaktionen am 16. August 2019 Demonstrationen vor den Gebäuden von INSM und IW in Berlin und Köln mit dem Slogan „INSM bedroht Paris. Profit oder Zukunft?“ Die hektisch anmutende Reaktion der INSM war daraufhin, dauerhaft zu beteuern, dass sie ganz klar für die Ziele von Paris sei und  noch stärker und energischer auf das internationale Emissionshandelssystem zu drängen.

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