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Gericht: Modulhersteller müssen Kosten für Austausch übernehmen

12.06.2012: Das Landgericht München hat die Rechte von Verbrauchern beim Austausch defekter Solarmodule gestärkt. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärten die Richter eine Klausel in den Garantiebestimmungen des Herstellers Yingli Green Energy für ungültig.

Mit dem umstrittenen Teil der Garantie hatte Yingli es ausgeschlossen, bei einem Defekt oder einer Reparatur von Modulen die Montagekosten zu übernehmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Verbraucherzentrale hatte nach eigenen Angaben fünf Modulhersteller wegen unzulässiger Garantiebedingungen abgemahnt. Hauptkritikpunkt war nach Angaben der Verbraucherschützer, dass die Modulhersteller entgegen der Erwartung der Verbraucher eine Beteiligung an den Garantiekosten „durch die Hintertür“, nämlich in den Garantiebedingungen, ausschlossen bzw. erheblich einschränkten, „sodass die Garantie letztlich wertlos ist und zu einem reinen Marketinginstrument verkommt“.

Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.